Leder - Fettleder oder Blankleder
Fettleder:
Fettleder wird - wie der Name schon sagt - während der Herstellung stark gefettet oder geölt. Dadurch entsteht eine weiche, geschmeidige Oberfläche, sowie eine hohe Flexibilität und Wetterbeständigkeit.
Viele Hundehalter lieben Fettleder, weil es angenehm in der Hand liegt und auch bei längeren Spaziergängen komfortabel bleibt. Gerade bei plötzlich auftrtetendem Zug wirkt das Material leicht federnd und kann ruckartige Bewegungen abmildern.
Blankleder:
Blankleder ist ein pflanzlich gegerbtes, eher unbehandeltes Leder. Es ist fest, glatt und formstabil , nimmt aber Wasser stärker auf. Blankleder benötigt regelmäßige Pflege mit Ölen oder Fetten. Dadurch dunkelt es etwas nach.
Durch seine Beschaffenheit und Eigenschaften kann es bei reaktiven Hunden ein Vorteil sein, da es sich weniger dehnt, formstabil bleibt, Zug direkter überträgt. Dadurch eignet es sich besonders für große Hunde, starke Zither, reaktive Hunde, Trainingsleinen/ Kurzführer und breite Halsbänder.
Auch bei Leder kann man auf das Thema Zugkraft eingehen. Viele Unterschätzen, welche Kraft ein Hund entwickeln kann, und dafür muss er nicht besonders schwer sein. Entscheidend ist die Kombination aus : Körpergewicht, Geschwindigkeit, Impuls, und plötzlicher Beschleunigung.
Ein 30 kg schwerer Hund, zum Beispiel, der mit hoher Geschwindigkeit in die Leine springt, kann kurzfristig eine Zugkraft erzeugen, die weit über seinem Körpergewicht liegt. dabei wirken physikalisch starke Stoßbelastungen auf Karabiner, Nähte und Ringe. Deshalb ist bei reaktiven Hunden nicht nur die reine Reißfestigkeit wichtig, sondern vor allem: Formstabilität, kontrollierte Kraftübertragung, und Materialverhalten unter Last.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die beste Lösung meist in einer hochwertigen Verarbeitung und durchdachten Kombination aus Stabilität und Komfort ist. Denn am Ende entscheidet nicht nur das Leder, sondern wie sicher, belastbar und alltagstauglich das gesamte Zubehör verarbeitet ist.